MINT | Sonnenschutz: Mythen vs. Wahrheiten - MINT
16168
post-template-default,single,single-post,postid-16168,single-format-standard,ajax_updown,page_not_loaded,,wpb-js-composer js-comp-ver-4.1.3.1,vc_responsive

26 Mai Sonnenschutz: Mythen vs. Wahrheiten

Täglich begegnen uns Kunden mit Fragen zum Sonnenschutz welche uns aufzeigen wie gross der Informationsbedarf ist und wieviele Mythen und Halbwahrheiten im Umlauf sind. Welcher Hauttyp bin ich? Wie berechne ich die Schutzzeit des Schutzfaktors? Gehöre ich zu den Hautkrebs-Gefärdeten? Kann ich mit regelmässigen Solariumbesuchen einem Sonnenbrand vorbeugen?

Wir gehen auf die wichtigsten Fragen ein und räumen mit den Mythen auf.

Die Strahlen der Sonne

UV-A Strahlen können die elastischen Fasern in unserer Haut schädigen und fördern somit die Hautalterung. Sie bräunen unsere Haut, bzw. das vorhandene Melanin in unserer Haut. Sie vermindern die Talgproduktion der Haut und können Sonnenallergie auslösen.

UV-B Strahlen regen die Produktion von Melanin an, können eine direkte DNA-Schädigung auslösen (Hautkrebs), fördern die Vitamin D Synthese und den Aufbau von Knochen.

UV-C Strahlen sollten eigentlich von der Ozonschicht absorbiert werden. Da diese aber nicht mehr intakt ist, treffen immer mehr dieser kurzwelligen Strahlen auf unsere Haut und richten ohne den geeigneten Sonnenschutz verheerenden Schaden an.

Sonnenbrand wird in 3 Grade eingeteilt und kann bei Grad 3 tief gehende Zellschädigungen verursachen.

Hautbräunung: Was ist Melanin?
Die Melanozyten (Pigmentzellen) in unserer Haut produzieren das Melanin (Farbpigment), dass die Aufgabe hat die Hautschichten und die Zellen vor Strahlung und Schäden zu schützen. Je mehr Strahlung (UV-B) auf de Haut auftrifft, desto mehr Melanin wird produziert. Je mehr Melanin produziert wird, desto dunkler wirkt die Haut. Die Hautbräunung ist also ein Zeichen dafür dass bereits zu viel Strahlung auf die Haut eingewirkt hat und diese sich angegriffen fühlt.

Welcher Lichttyp/Hauttyp bin ich?
Der Lichtempfindlichkeit entscheidet über den Lichttypen. Lichttyp 1 (helle Haut, Sommersprossen, blonde Haare etc.) zum Beispiel, ist am empfindlichsten, bekommt also am schnellsten einen Sonnenbrand und braucht den grössten Schutz. Welcher Lichttyp Sie sind erfahren sie hier auf Seite 10: http://assets.krebsliga.ch/downloads/broschure_sonnenschutz_d.pdf

Was bedeutet der Schutzfaktor auf den Sonnencremes, wie berechne ich die geschätzte Zeit und wie wende ich das Schutzmittel am besten an?
Der LSF (Lichtschutzfaktor) oder auch PSF (Sun Protection Factor) genannt, verlängert den Eigenschutz der Haut um die genannte Zahl. Wenn sie zum Beispiel dem Lichttyp 1 entsprechen, besitzen sie einen Eigenschutz von 10 Minuten. Danach beginnt die Haut braun zu werden und erste Schäden entstehen. Wenn Sie sich nun mit einem Lichtschutzfaktor 20 eincremen, sind sie 200 (10×20) Minuten geschützt. Da jedoch die unterschiedliche Intensität des Schwitzens, Badens oder auch der Sonne auch eine Rolle spielt, sollte man sich nur auf 60% der Zeit verlassen, also 120 Minuten Schutzzeit.

Anwendung Sonnenschutz
Oft cremt man sich erst am Strand und an der prallen Sonne ein. Das ist ein Fehler. Man sollte sich zuhause oder im Hotel oder am Schatten eincremen und dann mindestens 30 Minuten warten bevor man an die Sonne geht. Ansonsten können die chemischen Substanzen in der Creme Schaden nehmen und ihre Wirkung nicht mehr vollumfänglich entfalten. Bitte nicht geizen beim Auftragen. Viel Creme (ca 30ml) schützt auch viel.

Wie vermeide ich UV-Schäden auf der Haut?
-langsames Gewöhnen der Haut an die Sonne
-geeigneten und richtig angewendeten Lichtschutzfaktor benutzen
-während des Sonnenbadens auf Parfüm, Kosmetika und Make up verzichten
-Zahl der Sonnenbäder auf max. 50 pro Jahr beschränken

Kann ich mich mit Besuchen im Solarium auf Sonnenbrand vorbereiten, bzw. diesen vermeiden?
Nein. Die Strahlung des Solariums besteht meistens nur aus UV-A Strahlen. Wie schon erwähnt, fördern diese keine Produktion des schützenden Melanins wie die UV-B Strahlen im natürlichen Sonnenlicht, sondern bräunen lediglich das vorhandene Melanin in der Haut. Somit wird der Eigenschutz nicht verlängert. Wer jedoch vorgängig mit seiner Haut vor die natürliche Sonne tritt und diese langsam an die Sonne gewöhnt, fördert die Melaninproduktion (durch die UV-B Strahlung) und somit den Eigenschutz.

Von Solarium ist generell abzuraten. Sie können ihre Haut wohl kaum schneller altern lassen, und Hautkrebs fördern als mit regelmässigen Solariumbesuchen.

Mehr Informationen zum richtigen Sonnenschutz, den Gefahrenzonen, ihrem Lichttyp, den Risikogruppen, wie sie Hautveränderungen erkennen und vieles mehr, entnehmen sie aus der Broschüre der Krebsliga

http://assets.krebsliga.ch/downloads/broschure_sonnenschutz_d.pdf